Kladkakka.Klingt lustig? Schon irgendwie. Ist schwedisch. Auf einmal wirkt es ganz anders, wie Bäckerin von Welt, eine Hyggebäckerin. Hygge ist schon seit Langem in aller Munde. Mit dem Kladkakka jetzt sogar wortwörtlich. Klebrig-süß. Durch Sommerbeeren fröhlich bunt und erfrischend zugleich. Dieser Kuchen schmeichelt nicht nur dem Gaumen, sondern auch der Seele. Neben den bekannten Zimtschmecken bei mir im Blog – auch mal als herbstliche Variante mit Kürbis – war es mein erstes schwedisches Rezept. Ich habe schon öfter geschrieben, dass ich es liebe, etwas Neues auszuprobieren. Im Alltag bin ich eher ein sicherheitsbewusster Mensch, beim Backen hole ich mir gerne neue Geschmacksrichtungen auf den Tisch. Nicht umsonst sagt man ja auch, dass man sich beim Essen manchmal wie in den Urlaub zurückversetzt fühlt. Ich denke das geht auch, wenn man noch gar nicht in dem Land war. Man holt sich damit ein kleines Stückchen Schweden, ein Lebensgefühl auf den Teller. Die Schweden nennen das fika. Und als der Kuchen auf der Kaffeetafel stand, so schmal und bescheiden mit dem Beerentopping, kam genau dieses Gefühl auf. Dieses wohlige Gefühl, das man bei einem guten Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee, Tee oder heißer Schokolade spürt – dieses Gefühl für den Moment einfach mit sich zufrieden zu sein und den Moment zu genießen. Die Schweden nehmen sich Zeit für ihre fika.

Rezept:

Zutaten

75 g Butter |75 g weiße Schokolade |1 Ei | 100g Zucker | 75 g Weizenmehl | 1 Prise Salz | 1/2 TL Vanillezucker | frische Beeren nach Belieben (ich habe Johannisbeeren und Blaubeeren genommen)

Schritt 1

Heizt den Backofen auf 180 Grad vor.

Schritt 2

Schmelzt die Butter in einem kleinen Topf bei geringer Hitze. Nehmt den Topf vom Herd und lasst die weiße Schokolade in der zerlassenen Butter schmelzen.

Schritt 3

Verrührt das Ei und den Zucker mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine, bis es eine cremige Masse ist.

Schritt 4

Mischt das Mehl, die Prise Salz und den Vanillezucker und siebt die Mischung unter die Ei-Mischung. Gebt dann die flüssige Schokolade hinzu.

Schritt 5

Legt Backpapier in die Kuchenform und füllt die fertige Kladkakka-Mischung in die Form. Backt den Kuchen ca. 15 Minuten. Er sollte in der Mitte noch sehr feucht sein, so als wäre er noch nicht fertig. Die Ränder müssen aber fertig gebacken sein. Eventuell kann die Backzeit auch abweichen. Macht die Holzstäbchenprobe (allerdings nicht in der Mitte, sondern ca. 2 cm vom Rand entfernt) – bleibt nichts mehr hängen, ist der Kuchen fertig.

Schritt 6

Ihr könnt den Kladkakka nach Belieben toppen, ich habe mich für fruchtige Johannisbeeren und Blaubeeren und Puderzucker entschieden und kann euch dieses Topping nur wärmestens empfehlen!

Und so wie sich die Schwede Zeit für ihre fika nehmen, nehme ich mir diese auch. Beim Namen des Kuchens muss man vielleicht kichern, aber nicht nur der Name bleibt im Gedächtnis, sondern auch der Geschmack.

Viel Spaß beim Nachbacken!

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